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Über Funkmikrofone

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Am 03.03.2010 wurde die neue Verordnung für drahtlose Mikrofone bzw. auch In-Ear Monitoring Systeme (VVnömL) veröffentlicht. Diese Regelungen beziehen sich auf drahtlose Mikrofone, In-Ear-Monitoring-Systeme, ENG- und Instrumental-Funkstecken.

Der bisherige Frequenzbereich 790 – 814 und 838 – 862 MHz wird bis 31.12.2015 anmeldefrei und nutzbar bleiben.
Allerdings findet ein schrittweiser Ausbau in „ländlichen“ Gebieten mit LTE (Drahtloses DSL) statt. Das bedeutet für Funkmikrofone, dass mit Störungen in ländlichen Gebieten, Stadtstaaten und Ballungsräumen ab 2012 zunehmend zu rechnen ist. Ein Umprogrammieren in einen anderen Kanal müsste Abhilfe schaffen.Es gibt keinen Bestandsschutz für bisher genutzte Frequenzen und Geräte.
Ab 2016 werden diese Frequenzbereiche nur noch mit Einzelzuteilungen für Funkmikrofone zur Verfügung stehen.

Der neue Frequenzbereich für drahtlose Mikrofone ist nun 710 – 790 MHz. Ab sofort können drahtlose Mikrofone und In-Ear Monitoring Systeme in diesem Bereich betrieben werden, allerdings nur nach Anmeldung bei der Bundesnetzagentur.
Die Anmeldung gilt deutschlandweit, und ist übertragbar. Sie kostet einmalig 130,- € pro Antrag (mit beliebig vielen Kanälen) und eine Jahresgebühr von etwa 10,- € pro Sender und Jahr.

Der EU harmonisierte Frequenzbereich 863- 865 MHz ist nicht betroffen, dort können nach wie vor anmeldefrei Geräte betrieben werden.
Auf diesen 2 MHz sind aber Babyphones, Funkkopfhörer, Steuerungen für Torantriebe, Personenrufanlagen, usw. zu finden. Deshalb ist das Störpotenzial auf Grund der Masse der möglichen Anwendungen hier sehr hoch!

Der Frequenzbereich 1785 - 1805 MHz existiert schon seit einigen Jahren und ist bis zum 31.12.2021 allgemein für Drahtlosmikrofone, In-Ear-Monitoring und weitere Audioanwendungen nutzbar.
Dieser Frequenzbereich ist für Funkmikrofone allerdings nicht optimal, da bei höheren Frequenzen die Ausbreitungsbedingungen schlechter sind, weshalb die Antennenpositionierung deutlich schwieriger wird.
Bisher gibt es nur sehr wenige Funksysteme für diesen Bereich.

Angaben ohne Gewähr, Stand 09.2011
Quellen: Bundesnetzagentur Sennheiser Shure

Infoschrift der Firma Sennheiser zu diesem Thema (pdf, ca. 2,8 MB)

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